hornung

Tierrettung

An einem der vielen sonnigen Samstage dieses Jahres, es war der 05.05. ertönte um 16.26 Uhr die Sirene und rief uns ins Feuerwehrhaus. Die Alarmierung lautetet: „Großtierrettung“ am Schützenhaus.  Innerhalb kürzester Zeit rückten 14 Kameraden und Kameradinnen Richtung Schützenhaus aus.  Mit drei unserer vier Fahrzeuge fuhren wir das Schützenhaus an.    Der „Gerätewagen“ 59/1, unser „Mehrzweckfahrzeug“ 11/1 und natürlich unser HLF 40/1 „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug“. Am Einsatzort angekommen erkundeten der Kommandant und ein Gruppenführer die Lage.    Sie fanden folgende Situation vor:  Ein Pferd steckte bis zum Bauch im Schlamm des Baches und konnte sich alleine nicht mehr aus dem Schlamm befreien. 2 Personen hielten den Kopf des Pferdes über Wasser damit es Luft bekommt.  Auf Anordnung des Kommandanten rüsteten sich 2 Kollegen mit Wathosen aus und lösten die 2 Personen im Bach ab. Diese 2 Personen mussten von mehreren Feuerwehrleuten aus dem Schlamm gezogen werden. Hier zeigte sich schon, dass ein einfaches rein- und rausgehen nicht möglich war.  Die beiden Kameraden in Wathosen wurden mit Sicherungsleinen, soweit es möglich war, gesichert.    Da das Pferd sehr aufgeregt war und mit, vom Tierarzt geschätzten, 500 kg bei einer falschen Bewegung seine Retter verletzen könnte, wurde ein Sanka u.a. zur Absicherung des Einsatzortes angefordert. Des Weiteren wurden die noch anfahrenden Einsatzkräfte aufgefordert „still“ anzufahren, also ohne Martinshorn, damit das Pferd nicht beunruhigt wird.  Zur gleichen Zeit rückten die Kollegen aus Karlstadt an. Sie werden bei einer Großtierrettung automatisch von der Leitstelle mit alarmiert.    Sie hatten ihren Rüstwagen dabei der mit einem Kran als Aufladehilfe ausgerüstet ist. Ihre Drehleiter, die als Kran diente, wurde neben dem Bach positioniert.  Die Feuerwehrführung KBM und KBI trafen mittlerweile auch am Einsatzort ein.  Ein alarmierter Tierarzt war zu diesem Zeitpunkt schon auf der Anfahrt.    Mit dem Kran des Rüstwagens wurden die beiden Helfer am Pferd abgesichert.  Zu diesem Zeitpunkt waren beide Helfer schon bis über die Hüfte im Schlamm versunken und das Pferd lag auf den Beinen der Helfer, die das Pferd immer wieder beruhigten und den Kopf über Wasser hielten.  Zwischenzeitlich ist auch der Frontlader der Gemeinde eingetroffen und die restlichen Helfer zimmerten eine Traverse um das Pferd schonend zu retten.  Die Ausladung des Frontladers war aber zu gering um das Pferd gerade herauszuziehen.  Der mittlerweile eingetroffene Tierarzt wurde mit einem Schlauchboot zum Pferd gezogen. Dieses wurde betäubt damit es ruhig blieb und sich und seine Retter nicht verletzt.    Jetzt begann die mühselige Arbeit zwei Gurte unter dem Pferd durchzuschieben.  Einige hundert Kilo Schlamm mussten von Hand unter dem Pferd weggeräumt werden.  Es war geschafft, zwei Gurte konnten unter dem Pferd hindurchgeschoben und an der Traverse befestigt werden. Langsam hob die Drehleiter die Traverse an und zog das Pferd aus dem Schlamm. Das Pferd erreichte geschwächt aber sichtlich erleichtert festen Boden unter den Hufen. Jetzt wurden die beiden Helfer in Wathosen noch mit vereinten Kräften aus dem Schlamm gezogen.  Ein aufregender, nicht alltäglicher Einsatz, ging nach 2 Stunden für alle gut und ohne Verletzungen zu Ende.



 

 

 

 

 

Flori-Flämmchen

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